Der Hamburger Hafen ist der größte Hafen Deutschlands, der drittgrößte in Europa (nach den Häfen Rotterdams und Antwerpens) und gehört als zweitgrößter Containerhafen Europas zu den neun größten Containerhäfen der Erde. 2007 wurden 9,9 Millionen Standardcontainer umgeschlagen. Als Umschlagplatz für Rohkaffee ist seine Position an der Spitze sogar weltweit unbestritten.
Der Hafen ist riesig: 87 Quadratkilometer - das ist mehr als ein Zehntel der Gesamtfläche Hamburgs. Und er hat viele Gesichter: An manchen Ecken sieht er aus wie ein zerklüftetes Container-Gebirge, dann wieder wie ein gigantischer Verschiebe-Bahnhof oder ein zu groß geratener LKW-Parkplatz. Und es ist ständig etwas los. Natürlich besteht der Hafen nicht nur aus Schiffen und Container-Bergen: Es gibt 2000 Im- und Exportfirmen, 80 Seereedereien, 200 Schiffsmakler, 500 Spediteure, und und und. Hafen - das heißt: Arbeitsplätze. Direkt in der Hafenwirtschaft sind 68.000 Menschen beschäftigt, insgesamt hängen etwa 154.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt am Hamburger Hafen. |
Der erste Hamburger Hafen entstand am Reichenstraßenfleet, einer Verbindung zwischen Alster und Bille. Der Ursprung des Hamburger Elbhafens lag im Bereich des Baumwalls und den Vorsetzen weitgehend ohne Kaianlagen. Zur Unterstützung wurde am Binnenhafen ein öffentlicher Kran Kajen/An den
Mühren errichtet. Die Schiffe lagen im offenen
Elbstrom an Duckdalben. Dies war aus Sicherheitsgründen erforderlich, um einen Angriff auf Hamburg von See aus zu verhindern. Bereits im 14. Jahrhundert zu Zeiten der Hanse hatte sich Hamburg zum wichtigsten deutschen Umschlag- und Stapelplatz zwischen Nord- und Ostsee entwickelt. Bis Ende des 19. Jahrhunderts stieg Hamburg zur bedeutendsten Seehandelsstadt des europäischen Festlands auf. Der Deutsch-Französische Krieg von 1870 bis 1871 führte zur Einigung Deutschlands und damit zum Druck des 1833 gegründeten Deutschen Zollvereins auf Hamburg, diesem beizutreten. Man einigte sich darauf, einen Freihafen einzurichten, der mit einer kontrollierbaren Grenze umgeben wurde. Mit der Einrichtung des Freihafens 1888 entstanden die Lagerhäuser der Speicherstadt, die teilweise heute noch genutzt werden, um wertvolle Güter wie Tee, Gewürze und Kaffee zu lagern und zu veredeln. Das Hafengebiet war zollrechtlich Freizone, dabei werden die Güter so behandelt, als wären sie noch in ihrem Ursprungsland. Dies ermöglicht eine Weiterverarbeitung, ohne dass Abgaben entrichtet werden müssen. Zeitgleich bildete sich hier eine eigene Sondersprache, die
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