Hoover Damm

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Hoover Damm (2)
Wer sich vom südlichen Grand Canyon kommend auf Las Vegas zu bewegt, überquert automatisch den Hoover Damm. Dieses erstaunliche Bauwerk staut den Lake Mead. Es lohnt sich hier nicht nur vorbeizufahren, sondern auch mal sein Auto oder Motorrad auf dem Parkplatz abzustellen und sich auf seinen eigenen Beinen über die Staumauer zu bewegen. Beim Überqueren der Mauer ändert sich für den Querenden nicht nur der Staat, man verläßt Arizona und betritt Nevada, sondern auch die Zeit. Während in Arizona noch Mountain Time ist, hat man in Nevada schon die Pacific Time. Dies ist am Hoover Damm auch gut zu erkennen, denn hier sind zwei große Uhren angebracht, die jeweils die gültige Zeit anzeigen. Mehr als 4.000 qkm Land in den USA und fast
2.000 qkm in Mexiko werden bewässert.
Mehr als 18 Millionen Menschen in Privathaus-halten und Betrieben in Las Vegas, Los Angeles, San Diego, Phoenix, Tucson und anderen Städten im Südwesten der USA sowie Indianer-siedlungen in Arizona, Nevada und Kalifornien sind auf das Wasser dringend angewiesen.
Für mehr als 1,3 Millionen Menschen in Nevada, Arizona und Kalifornien werden mehr als vier Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt. Das Hoover-Kraftwerk war von 1939-49 das größte Wasserkraftwerk der Welt, mit seiner Leistung von 2.080 Megawatt gehört es immer noch zu den größten der USA.

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Gebaut wurde die Hoover-Staumauer zwischen 1931 und 1935 mit einer Höhe von 221 Metern und einer oberen Dicke von etwa 14 Metern. Die untere Dicke beträgt 201 Meter. In der Staumauer wurden rund 2,6 Millionen Kubikmeter Beton verbaut.  Die Staumauer wurde nicht in einem Stück gegossen, sondern aus vielen einzelnen, trapezförmigen, 1,50 Meter hohen Betonblöcken erstellt. In die Blöcke wurden ein Zoll dicke Wasserleitungen eingegossen, durch die gekühltes Wasser zirkulierte. So konnte die beim Abbinden des Betons entstehende Wärme schneller abgeleitet werden. Die Kühlanlagen waren in der Lage, jeden Tag 1000 Tonnen Eis zu produzieren. Zur Verbesserung der Festigkeit wurde das damals noch sehr neue Verfahren der Glasfaserarmierung eingesetzt. Um die Baustelle trocken zu legen, wurden auf jeder Flussseite jeweils zwei Tunnel durch die Felswände der Schlucht getrieben und der Colorado durch diese hindurchgeleitet. Der Durchmesser der Tunnel betrug 17 Meter, die Gesamtlänge fast fünf Kilometer. Die Staumauer wurde nach Herbert Clark Hoover benannt, dem 31. Präsidenten der USA.

Nachdem die Staumauer ursprünglich im „Boulder Canyon“ (etwa 16 km stromabwärts) gebaut werden sollte und aus bautechnischen Gründen schließlich im „Black Canyon“ errichtet wurde (der dortige Felsuntergrund erlaubte eine höhere Staumauer), begann das Projekt mit der Bezeichnung „Boulder Dam“-Projekt, die noch in der offiziellen Anweisung zum Start des Baus vom 7. Juli 1930 durch Ray Lyman Wilbur, den Secretary of the Interior (Innenminister) Hoovers, verwendet wurde. Zu Beginn der offiziellen Bauphase sorgte Wilbur jedoch dafür, dass das Projekt in „Hoover Dam“ umbenannt wurde. Herbert C. Hoover stellte sich zu diesem Zeitpunkt zur Wiederwahl als Präsident; die Verbindung dieses Bauprojekts, das während der Weltwirtschaftskrise viele Tausende von Arbeitsplätzen schuf, mit dem Namen Hoovers sollte helfen, seine Chancen auf die Wiederwahl zu erhöhen. Während der Erbauung des Staudamms starben 96 Menschen infolge von Arbeitsunfällen, Hitzschlägen oder Erschöpfung.

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                               Vom Damm aus hat man einen guten Blick auf die Dimensionen dieses Stausees. In Richtung See blickend, erkennt man durch die verschiedenen Farben des Ufers die unterschiedlichen Wasserstände. Dreht man sich zur anderen Seite schaut man in die Tiefe des Canyons, in den die Staumauer eingebaut wurde. Imposant ist vor allen Dingen das Überlaufrohr, aber das ist natürlich subjektiv.
               
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